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Wohnkonzept "Zusammenleben im Blütengarten"
Backnang, Deutschland

Bauherr
Thomas Pinnel und Caroline Hafner-Pinnel
Fertigstellung
2026
BGF
3.200 m²
Architektur
plus bauplanung gmbh
Tragwerk, Brandschutz
tragwerkeplus
Bauphysik
Nathanael Tjhen Zimmerei
Rendering, Fotos
Lukas Brenner, plus bauplanung
Generalplaner Technik
Transplan

Fachplaner:
HLS
Transplan, LPH 1-8
ELT
g+h ProjektPlan
Energiekonzept
Transsolar

Im Blütengarten in Backnang verbindet sich innovative Gebäudetechnik mit einer gemeinschaftlichen Wohn- und Verwaltungsstruktur. Durch die Selbstverwaltung über einen Mietverein lassen sich Betriebskosten senken und eine effiziente Ressourcennutzung ermöglichen, während modernste technische Maßnahmen für eine hohe Energieeffizienz sorgen.

Das Wohnprojekt umfasst insgesamt vier Gebäude, die durch die „Dorfstraße“ – einen verglasten Laubengang – miteinander verbunden sind. Neben elf Wohnungen und einem großzügigen Gemeinschaftsraum entstehen vier flexibel gestaltbare Gewerbeeinheiten. In Haus 4 wird zudem eine Clusterwohnung integriert, in der Bewohner über ein eigenes Zimmer und Bad verfügen, während die restlichen Wohnbereiche gemeinschaftlich genutzt werden.

Die Bauweise setzt auf eine Kombination aus Beton und Holz, wobei lediglich die Bodenplatten sowie der Keller von Haus 4 aus Beton bestehen. Ab dem Erdgeschoss kommt eine nachhaltige Holzbauweise zum Einsatz. Die Außenwände werden mit Strohballen gedämmt und mit Lehmputz versehen, der durch seine hohe Feuchtigkeitsregulierung ein angenehmes Raumklima schafft.

Die Technikzentrale ist lediglich in Haus 4 untergebracht und versorgt die anderen Gebäude mit Heizung, Trinkwasser und Brauchwasser. Jedes Gebäude kann bei Wartungs- oder Reparaturmaßnahmen individuell abgeschaltet werden. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Fernwärmeanbindung. In Verbindung mit Fußbodenheizung erfolgt eine angenehme Wärmeverteilung in den Wohnungen. Eine Photovoltaikanlage mit Speicher, dient für die Deckung des Eigenstrombedarfs.

Zur nachhaltigen Wassernutzung kommt eine 50.000-Liter-Regenwasserzisterne zum Einsatz, die für die Gartenbewässerung sowie die Toilettenspülung genutzt wird. Ergänzend dazu gibt es ein separates Regenwassernetz in den Vorwänden das gezielt die Toiletten versorgt. Die innenliegenden Bäder verfügen über Lüfter, die nicht nur die Feuchtigkeit nach dem Duschen abführen, sondern auch den Feuchteschutz der gesamten Wohnung gewährleisten. Die Frischluftzufuhr erfolgt über Außenluftdurchlässe in der Fassade und wird über das Badezimmer wieder abgeführt. Wohnungen mit Fensterbädern sowie die Gewerbeeinheiten werden rein natürlich belüftet.

Technische Gebäudeausrüstung

Technikzentrale in nur einem der Gebäude mit Heizung, Trinkwasser und Regenwasser für Gartenbewässerung und Toilettenspülung; Photovoltaikanlage mit Speicher

Energie- und Klimakonzeption

Wärmeversorgung erfolgt über eine Fernwärmeanbindung; 50.000-Liter-Regenwasserzisterne; Frischluftzufuhr erfolgt über Außenluftdurchlässe in der Fassade

Bauweise

Kombination aus Beton und Holz, Außenwände werden mit Strohballen gedämmt und mit Lehmputz versehen