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Neubau Fünftes Haus im Vier-Häuser-Projekt
Tübingen, Deutschland

Bauherr
Wohnprojekt Vier-Häuser GmbH
Fertigstellung
2025
BGF
870 m²
Architektur
plus bauplanung GmbH
Tragwerk- und Brandschutz
tragwerkeplus GmbH & Co. KG
Bauphysik
knp.bauphysik GmbH
Fotos
Olaf Hübner, plus bauplanung GmbH (1); Transplan
Generalplaner Technik
Transplan

Fachplaner:
HLS
Transplan, LHP 1-8
ELT
g+h ProjektPlan GmbH & Co. KG
Energiekonzept
Transsolar

Mit dem fünften Haus wird das gemeinwohlorientierte Vier-Häuser-Projekt in Tübingen um ein weiteres, sozial und ökologisch ambitioniertes Gebäude ergänzt. Das Mehrparteienhaus mit integriertem Tagescafé kombiniert nachhaltigen Holzbau, soziale Wohnraumförderung und langfristig bezahlbare Mieten – ohne Kompromisse in der baulichen Qualität oder im Klimaschutz.

Architektonisch setzt das Gebäude auf eine strukturierte Schottenbauweise. Tragende Wohnungstrennwände aus Holz und Beton definieren die Struktur, während nichttragende Außenwände als Holzständerwände mit vertikaler Holzschalung umgesetzt werden. Massivholzdecken mit Schüttung sorgen für Schall- und Brandschutz. Das Steildach wird als gedämmtes Holzsparrendach mit Ziegeldeckung ausgeführt und ist mit Photovoltaikmodulen bestückt.

Nutzungsflexibilität ist von Anfang an mitgedacht: Vorgeplante Öffnungen in den Wohnungstrennwänden ermöglichen eine unkomplizierte Anpassung der Wohnungsgrößen.

Energieversorgung und Technik folgen aktuellen Klimaschutzzielen und gesetzlichen Vorgaben. Die Beheizung und zentrale Warmwasserversorgung erfolgt über Fernwärme mit Pufferspeicher und Frischwasserstation im Durchflussprinzip. Die Heizkreise sind mit einer außentemperaturgeführten Regelung ausgestattet, in den Wohnbereichen sorgen profilierte Ventilheizkörper, im Gastrobereich vertikale Heizkörper und in den Bädern spezielle Badheizkörper für effiziente Wärmeverteilung.

Die Heizleitungen verlaufen im Untergeschoss unter der Decke und in den Obergeschossen im Bodenaufbau. Sie sind entsprechend den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes mit alukaschierter Mineralfaserdämmung ausgestattet.

Um die Qualität der sichtbaren Holzdecken zu erhalten, wurden die erforderlichen Bohrungen für Leitungsdurchführungen bereits im Holzwerk präzise nach den TGA-Ausführungsplänen ausgeführt. So konnten alle brandschutztechnischen Anforderungen an die Schottungen erfüllt und gleichzeitig konventionelle Auslaibungen mit Mörtelverguss vermieden werden, die in die Sichtflächen der Decken eingegriffen hätten.

Die gesamte Anlagentechnik erfüllt aktuelle DIN-, VDI- und VDE-Richtlinien sowie die Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie (ErP) und der Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR).

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie klimafreundlicher, bezahlbarer Wohnraum im sozialen Wohnbau realisiert werden kann – nicht gewinnorientiert, aber zukunftsweisend.

Technische Gebäudeausrüstung

Beheizung und zentrale Warmwasserversorgung erfolgt über Fernwärme mit Pufferspeicher; Frischwasserstation im Durchflussprinzip; Außentemperaturgeführten Heizkreisen; effiziente Wärmeverteilung durch profilierte Ventilheizkörper, vertikale Heizkörper und spezielle Badheizkörper; Anlagentechnik nach DIN-, VDI-, VDE-, MLAR-Richtlinien

Energie- und Klimakonzeption

Nachhaltiger Holzbau, Photovoltaikmodule auf dem Dach