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Steinbeis-Haus Hochschule Aalen
Aalen, Deutschland

Bauherr
Steinbeis-Haus Hochschule Aalen
Fertigstellung
Projektstop 2023
BGF
6.345 m²
Architektur
Kaden + Lager GmbH / LAGERSCHWERTFEGER GmbH
Tragwerksplanung, Bauphysik, Brandschutz
bauart Konstruktions GmbH & Co. KG
Landschaftsarchitektur
gla | gessweinlandschaftsarchitekten
Renderings
Atelier Noise
Generalplaner Technik
Transplan

Fachplaner:
HKLS
Transplan LPH 1-7 (Projektstop LPH5)
ELT
Neher Butz Plus
Energiekonzept
Transsolar

Am Campusgelände in Burren entsteht ein Neubau in direkter Nachbarschaft zur Hochschule Aalen und dem Gründerzentrum InnoZ Aalen. Das siebengeschossige Gebäude besteht aus einem dreigeschossigen Sockelbau und einem markanten Turm. Die tragende Konstruktion wird überwiegend in Sichtholz ausgeführt, ergänzt durch Treppenhäuser und ein Untergeschoss aus Stahlbeton.

Die unteren Etagen werden von der Hochschule Aalen für Seminarräume und Verwaltungsflächen genutzt. In den oberen Turmgeschossen entstehen moderne Büroflächen für externe Nutzer

Ein Erdsondenfeld mit 18 Sonden à 140 m Tiefe versorgt die Wärmepumpe mit Umweltwärme. Bei Spitzenlasten wird zusätzlich Fernwärme eingesetzt. In den Bürobereichen und Hörsälen kommen Heiz-/Kühldeckensegel zum Einsatz, die zentral zwischen Heiz- und Kühlbetrieb umgeschaltet werden. Sanitärbereiche und Treppenhäuser erhalten klassische Heizkörper. Die Sanitärbereiche werden mit Durchlauferhitzern mit Brauchwarmwasser versorgt.

Das Konzept sieht eine passive und aktive Kühlung vor. Die aktive Kühlung erfolgt über die Wärmepumpe, deren Abwärme über einen Trockenkühler auf dem Dach abgeführt wird. Die passive Kühlung nutzt direkt das Erdsondenfeld und deckt rund 50 % des Kühlbedarfs. Server- und EDV-Räume werden über Splitgeräte klimatisiert.

Aufgrund der Nähe zur Bundesstraße und einer benachbarten Schweinemastanlage ist eine natürliche Lüftung nicht möglich. Daher werden alle Nutzungszonen mechanisch belüftet. Turm- und Sockelgeschoss erhalten jeweils eine Lüftungsanlage mit Direktverdampfung zur Kühlung. Die Zuluft in den Hörsälen und Poolräumen wird über bodennahe Quellluftauslässe in den Vorwänden in die Räume eingebracht. In den restlichen Bereichen erfolgt die Frischluftzufuhr, welche dem Quelllüftungsprinzip nachempfunden ist, gezielt von der Decke.

Die Hauptverteilung für die Lüftungskanäle und Heizungsleitungen erfolgt über eine Sichtinstallation in den Fluren zwischen den Unterzug-Zargen und erschließt die einzelnen Bereiche über kurze Stichleitungen.

Zur Einhaltung der Brandschutzanforderungen wird das Sicherheitstreppenhaus mit einer Rauchschutzdruckanlage ausgestattet. Zusätzlich sind trockene Löschwasserleitungen mit Einspeiseeinrichtung an der Fassade sowie Sprinklerdüsen im Außenbereich der Parktasche vorgesehen.

Technische Gebäudeausrüstung

Sichtinstallation in den Fluren der Hauptverteilung für die Lüftungskanäle und Heizungsleitungen, Heiz-/Kühldeckensegel, Rauchschutzdruckanlage im Sicherheitstreppenhaus, trockene Löschwasserleitungen mit Einspeiseeinrichtung an der Fassade, Sprinklerdüsen im Außenbereich der Parktasche, bodennahe Quellluftauslässe, Frischluftzufuhr von der Decke, 3D-Planung für Koordination der Gewerke

Energie- und Klimakonzeption

Erdsondenfeld mit 18 Sonden à 140 m Tiefe, passive Kühlung nutzt direkt das Erdsondenfeld und deckt rund 50 % des Kühlbedarfs, die aktive Kühlung erfolgt über die Wärmepumpe

Nachhaltigkeit

Holzbau, dezentrale Warmwasserbereitung, Fernwärme